Bettenfeld

Blick auf den Eifelort Bettenfeld (Foto: Bungert55)
Blick auf den Eifelort Bettenfeld (Foto: Bungert55)

Bettenfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz in der südlichen Vulkaneifel.

Frei auf einer Hochebene liegt der Ort in einer einzigartigen Vulkanlandschaft. Geologisch interessant ist der Mosenberg (519 m), der letzte in Tätigkeit gewesene Eifelvulkan, mit dem Windsbornkratersee und dem Hinkelsmaar. – Waldreiche Umgebung, Angel- und Grillmöglichkeiten. Das Jugendhaus Bettenfeld dient als Unterkunft für Jugendgruppen und Vereine.

Namensgeber unserer Ferienwohnung: Der Mosenberg bei Bettenfeld

Die Vulkane des Mosenbergs entsandten ihre Lava in die umliegenden Täler. Im benachbarten Horngraben kann man heute noch einen ehemaligen Lavastrom erkennen. Die Besonderheiten des Mosenbergs sind der Windsbornkrater, der einzige Bergkratersee nördlich der Alpen, der zuletzt vor ca. 10000 Jahren als Eifelvulkan tätig war, sowie das Hinkelsmaar, ein Trockenmaar mit seltener Tier- und Pflanzenwelt.

Vulkaneifel

Die Vulkaneifel ist eine Region der Eifel, die sich durch ihre in besonderem Maße mit Vulkanismus verknüpfte geologische Geschichte auszeichnet. Charakteristisch für die Vulkaneifel sind die typischen Eifelmaare, zahlreiche andere Zeugnisse vulkanischer Aktivitäten wie Vulkanbauten, Lavaströme und Vulkankrater wie der Einbruchskessel des Laacher Sees. Die Vulkaneifel ist heute immer noch vulkanisch aktiv. Ein Kennzeichen dieser vulkanischen Aktivität sind austretende vulkanische Gase, wie zum Beispiel im Laacher See.

Bettenfeld liegt in der westlichen Vulkaneifel. Der Vulkanismus der West- und Osteifel ist im Gegensatz zu dem der Hocheifel viel jünger als der des Siebengebirges und des Westerwaldes. Er begann in der Westeifel in der Gegend von Daun, Hillesheim und Gerolstein vor etwa 700.000 Jahren und schuf eine etwa 50 km lange, von Nordwesten nach Südosten verlaufende Kette von etwa 100 Aschevulkanen, Schlackenkuppen und Kratern zwischen Bad Bertrich und Ormont. Beispiel für solche Vulkanbauten sind der Wartgesberg bei Strohn, die Vulkangruppe von Manderscheid, der Radersberg bei Dreis-Brück oder der Goldberg bei Ormont als nördlichster Vulkan der Westeifel.

Besonders häufig sind in der Westeifel die Maare, vor allem in den äußeren Bereichen des Vulkanfeldes. Von den über 50 Maaren sind heute noch acht mit Wasser gefüllt. Weitere 80 ehemalige Ausbruchszentren haben keinen Krater oder Vulkan und sind nur mit speziellen Methoden nachzuweisen. Im Osten geht das Vulkanfeld der Westeifel in das ältere der Hocheifel über. Die Westeifler Vulkane sind schon seit Anfang des 19. Jahrhundert immer wieder Gegenstand einer regen Forschungstätigkeit gewesen, insbesondere die Maare wurden gründlich untersucht. Die vulkanischen Gesteine der Westeifel sind sehr quarzarm und gehören in die Gesteinsarten der Phonolithe, Basanite, Tephrite und vor allem der Foidite. Ein besonderes Merkmal vor allem der Maare sind beim Ausbruch ausgeworfene Gesteinsbrocken, die von ihrer Zusammensetzung den Gesteinen des Erdmantels gleichen, so etwa Dunite, Harzburgite und Peridotite.

Die bisherigen Arbeiten konnten in der Westeifel kein Maar nachweisen, das älter als etwa 80.000 Jahre war. Sie sind später als die Vulkanbauten mit Lavaergüssen entstanden. Jüngste vulkanische Ereignisse in der Westeifel sind die Entstehung des Pulvermaars und des Ulmener Maars um etwa 8.100 v. Chr.

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